PALAZZO GLASER/KUNZ
Dasein im Zuckerbäckerpalazzo
Dasein im Zuckerbäckerpalazzo
Ein Artists-in-Residence-Programm lädt Kultur- und Kunstschaffende für einen drei- bis vierwöchigen Aufenthalt ein. Im heutigen Palazzo Glaser/Kunz ist auch eine Dauerausstellung mit Werken des Künstlerpaars zu sehen.
Der Palazzo mit Baujahr 1793 wurde während der französischen Revolution im Stil des Barocchetto erbaut. Es war der Beginn der Zuckerbäcker-Dynastie in der Region.
Das spätbarocke Wohnhaus ist mit Insignien geschmückt, welche den Bezug der Erbauer zu Reformgeist, Unternehmertum, Kultur und Naturnähe betonen.
Die Böden in Eingangsbereich, Korridor und Küche sind grosse, dunkelgrüne Puschlaver Serpentinsteinplatten. In der Stüa liegt Tafelparkett, in den übrigen Wohnräumen findet sich ebenfalls über 200-jähriges Parkett. Die Stuckaturen im Eingangsbereich, in den Korridoren und um die Zimmertüren im ersten Obergeschoss sind ausserordentlich schön und tragen die Handschrift des Spätbarock.
Die zahlreichen historischen Möbel und Gebrauchsgegenstände lassen Gäste vergangene Zeiten hautnah erleben.
Um 1850 eingerichtete Küche mit Holzkochherd.
Speisezimmer mit Kachelofen und Esstisch.
Balkonzimmer Richtung Süden mit Blick auf Gemüse- und Obstgarten.
Camera letto 1° piano (20 m2)
Historisches Doppelbett (196 x 200 cm)
Kinderbett (70 x 135 cm)
Stanza Camera letto 3° mezzopiano (12 m2)
Futon auf Tatamis (160 x 200 cm)
Wochenpreis (7 Tage und Nächte):
ab CHF 1’850 für 2 Personen,
jede weitere Person plus CHF 150,
Schlussreinigung CHF 250 (inkl. Handtücher, Bettwäsche)
Tourismusgebühr CHF 2.80/Nacht/Person
Der grosszügige Garten im Süden des Hauses ist vor allem der Fauna und Flora vorbehalten. Die Biodiversität der Wiese soll sich in den nächsten Jahren entfalten können. Der nördlich gelegene Hinterhof mit ehemaligem Waschhaus ist ein idealer Schattenspender an heissen Tagen.
Die Brüder Giacomo und Geremia Mini zog es beruflich in den Norden. Sie brachten die Kaffeekultur in die Städte Nordeuropas, Warschau und Kopenhagen. Dort verkehrte nicht nur das aufstrebende Bürgertum, sondern auch Literaten, Künstler und Politiker, um bei Kaffe und Kuchen das Zeitgeschehen zu erörtern.
Dem Puschlav blieben die Minis treu; sie kehrten in späteren Jahren immer wieder in ihre Wahlheimat zurück. Dadurch brachten sie Wohlstand und einen städtischen Lebensstil ins damals bäuerlich geprägte Tal.
Glaser/Kunz zeigen in ihrem Puschlaver Domizil verschiedene Kinematografische Skulpturen, Collagen und Zeichnungen. Die Ausstellung kann nach Vereinbarung besucht werden.
Kinematografische Skulptur, 20 Min. Loop, Zweikanal
HD-Animation, 10 Min. Loop, stumm
Der Verein Glaser/Kunz lädt regelmässig Kultur- und Kunstschaffende für eine drei -bis vierwöchige Residenz ein. Residenzen sind nur auf Einladung möglich.
Die Rhätische Bahn – seit 2008 UNESCO-Welterbe – verbindet das touristisch weltbekannte und mondäne Engadin mit dem ruhigen, wärmeren und wildromantischen Valposchiavo.
Die Jazzmusiker aus der Uncool-Residenz von Cornelia Müller, bringen ihre Musik ganzjährlich alle drei Wochen auf die lokale Bühne, Paola Tuena organisiert regelmässig Tanzaufführungen (Tanzfest, Steps etc.).
valposchiavo.ch/de/veranstaltungen
uncool.ch/2019/lospazio.php
festadanzante.ch
steps.ch/programme/
In der Commune Poschiavo finden etliche Sommerkonzerte statt. Besonders empfehlenswert die Konzertreihe „Giardini Incantati“. Persönlich und engagiert das Filmprogramm im Stall von Devon House, im Sommer auch als Open Air im historischen Garten.
valposchiavo.ch/de/giardini-incantati
valposchiavo.ch/de/
Die Online-Zeitung informiert täglich über das Geschehen im Valposchiavo.
ilbernina.ch
Richtung Bernina Pass, unweit von Poschiavo, führt eine schmale Strasse ins Val da Camp zur Berghütte Rifugio Saoseo und weiter zum Lagh da Saoseo sowie zum Lagh da Val Viola.
Richtung Tirano gelangt man mit einem Postauto von San Carlo aus auf einer einstündigen Wanderung zur Alp San Romerio. San Romerio liegt etwa 800 m über dem Lago di Poschiavo auf einer Terrasse, die seit einem Bergsturz vor fünfzehntausend Jahren gleich neben dem Kirchlein steil abfällt.
Eine halbstündige Fahrt mit der Rhätischen Bahn auf den Bernina Pass genügt, und schon ist man im schneesicheren Skigebiet der Diavolezza und der Lagalb. Die Skisaison beginnt bereits Mitte Oktober und dauert bis Anfang Mai.
https://www.lagalb.ch
https://www.diavolezza.ch
https://ski.ticketcorner.ch/resort/62
Die Rhätische Bahn führt zum höchst gelegenen Bahnhof Europas: Alp Grüm. Das Bahnhofrestaurant bietet von der Terrasse aus einen weiten Ausblick auf den Palügletscher und ins südliche Puschlav. Ein Wanderweg führt hinab zur Alp Cavaglia und zum Naturphänomen des Gletschergartens.
rhb.ch/de/unesco-welterbe-rhb
bernina-glaciers.ch/erlebnisse/gletschergarten-cavaglia/
Südlich von Poschiavo liegt der Lago di Le Prese: von hier aus lässt es sich gemütlich um den See flanieren. Rundspaziergang 1,5 Std., wobei der östliche Teil des Weges am Eindrücklichsten ist.
schweizersee.ch/lago_di_poschiavo/
Über den Dächern von Poschiavo: Panoramaweg
Hinter dem Hallenbad, der Piscina coperta, führt ein neu angelegter Weg am Fuss des Sassalbo entlang; Die Schönheit des Borgo lässt sich gut von hier oben aus erleben. Rundspaziergang ca. 1 Std.
Wanderungen im Puschlav
wegwandern.ch/puschlav...
Herbstgold im Puschlav
Hohe Berge und ein mildes Klima prägen die Bündner Südtäler. Im Herbst ist ihr südlicher Charme besonders augenfällig.
Reisen: Puschlav – zwischen Gletscherseen und Weinbergen
Hinter dem imposanten Berninamassiv versteckt sich das Puschlav. Ein Tal, aus dem einst Zuckerbäcker in die Welt ausschwärmten und reich zurückkehrten.
Discovering the treasures of Val Poschiavo
Val Poschiavo is a mountain valley in the Italian-speaking part of Grisons. Topics: Mediterranean lifestyle, hiking, interesting architecture, cultural activities and more.
Im Tal der Kräuterbonbons
Medizin aus Frauenmantel und Schafgarbe: Im Val Poschiavo in der Schweiz wachsen die Kräuter für die berühmtesten Hustenbonbons der Welt.
Puschlav - Zukunftstal im Nirgendwo
Radiosendung: Schweizer Radio vom 29.04.2012
Gott Arbeit Geld
Fernsehsendung: Schweizer Fernsehen vom 1.1.2019 (über Poschiavo ab Minute 29.15)
In den vergangenen Jahrhunderten war der Buchweizen (auf italienisch grano saraceno) ein wichtiges Nahrungsmittel der Region. Das resistente Pseudo-Getreide (Buchweizen gehört zur Familie der Knöteriche und hat mit Weizen ausser dem Namen nichts gemein) lässt sich auch auf gut 1000 m.ü.M. anbauen und ist daher seit Generationen ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen Puschlaver Gerichte. Da es sich nicht um ein echtes Getreide handelt, enthält es kein Gluten und ist daher auch für Allergiker geeignet. Ausserdem ist es reich an Ballaststoffen und Mineralien.
Buchweizennudeln werden von Hand zubereitet, mit Kartoffeln und Gemüse gekocht und mit Käse, Knoblauch, etwas Butter sowie Salbei angerichtet. Das Geheimnis dabei ist die Käsemischung.
Sehr beliebt sind die grünen Spätzli, welche ihre Farbe dem Spinat verdanken. Sie werden mit Käse, Butter und Knoblauch angerichtet.
Kleine Käsewürfel aus Veltlinerkäse (Casera oder Scimudin), umhüllt von einem Bierteig aus Weiss- und Buchweizenmehl, ein Schuss Grappa, anschliessend frittiert.
Hauchdünn gebackene Crespelle (Pfannkuchen), mit Ricotta und Mangold gefüllt, mit etwas Parmesan überbacken – raffiniert vegetarisch.
Grösse / Ausstattung
2 Schlafräume
4 Erwachsene plus ein Kinder- und ein Kleinkinderbett
Nichtraucher-Haus
Tiere nicht erlaubt
Parkplatz vorhanden
Preise
Woche für zwei Erwachsene: CHF 1'850; jede weitere Person CHF 150,
Schlussreinigung CHF 250 (inkl. Handtücher, Bettwäsche)
Tourismusgebühr CHF 2.80/Nacht/Person